Was mir und meiner Band in der letzten Zeit passiert ist, klingt fast wie ein schlechter Film. Unser Vermieter, der uns einen wirklich schönen Probenraum zur Verfügung gestellt hat, hat uns kurzerhand fristlos gekündigt, da wir einfach zu laut seien. Sogar unser Angebot, dass wir mit ein bisschen Schaumstoff auf eigene Kosten einen Schallschutz erzeugen können, hat ihn nicht erweichen können. Für uns natürlich eine echt blöde Situation, denn Schaumstoff bekommt man in jedem Fall leichter, als einen guten Raum, in dem man mit der eigenen Band proben kann, was das Zeug hält. Nach einigen Versuchen, einen solchen Raum zu finden, mussten wir es fast schon aufgeben. Obwohl wir sogar den potenziellen neuen Vermietern anboten, Schaumstoff auf eigene Kosten einbauen zu lassen, haben die sich nicht davon überzeugen lassen, dass wir eigentlich doch ganz nette Mieter sein können. Die Gefahr, dass wir vielleicht trotz Schaumstoff zu laut sind, war für viele ein echtes Ausschlusskriterium und anderen wiederum war das Risiko zu groß, dass wir beim Einbau von Schaumstoff irgendwelche Fehler machen. So saßen wir jetzt ganz schön lange irgendwie auf der Straße. Wir haben probiert, abwechselnd in unseren Wohnungen zu proben, aber weil wir auch da keine Schalldämmung aus Schaumstoff haben, mussten wir uns bald zwischen Frieden mit den Nachbarn und Bandleben entscheiden. Der Friede siegte im Übrigen, weswegen wir schnell eine neue Idee brauchten.

Die brachte uns dann die 85 jährige Großmutter unseres Bassisten, die einen Raum in ihrem Keller frei hat. Hier können wir sogar mietfrei unseren Spaß haben – frage mich, warum wir das nicht schon früher gemacht haben. Wir haben ihr aber auch angeboten, Schaumstoff einzubauen, damit sie sich trotz ihres schlechten Gehörs nicht gestört fühlen muss. Da sie eine sehr entspannte alte Frau ist, hat sie kurzerhand eingewilligt. So ein bisschen Schaumstoff wäre ja sicherlich nichts gefährliches und wenn es ihr nicht gefällt, dann kann man ihn ja auch wieder raus machen. So satteln wir jetzt momentan von Musikern auf Bauarbeiter um, denn den Schaumstoff, den wir online bestellt haben, möchten wir gerne selbst einbauen. Das ist im Grunde nicht so schwer, es dauert einfach nur relativ lange. Wäre uns die Optik unseres Probenraumes nicht so wichtig, würden wir den Schaumstoff wahrscheinlich einfach so auf die Wand packen, aber wir haben schon vor, das ordentlich zu verkleiden. Immerhin wollen wir eine schöne Aussicht und Schaumstoff ist zwar nützlich, aber nicht unbedingt schön. Da kommt sicherlich noch einiges an Arbeit auf uns zu. Den Schaumstoff haben wir aber überraschend günstig bekommen, das war ein echter Glücksgriff. Jetzt haben wir hier große Matten rumliegen, die nur darauf warten, endlich verbaut zu werden. Ich hoffe, wir finden hierfür bald mal ein bisschen Zeit. Wer selbst günstigen Schaumstoff braucht, der sollte vielleicht einmal bei Schaumstofflager.de vorbeischauen. Ich hatte da echt Glück. Und Schaumstoff kann man ja auch für andere Räumlichkeiten nutzen, als nur für einen Probenraum. Fürs Heimkino zum Beispiel. Oder fürs Schlafzimmer, wenn ihr lieben Leser wisst, was ich meine. ;-)

Leave a Reply